10. November 2017

Helloween

Samsung Hall

Zürich

Unter dem Namen «Pumpkins United» kündeten die Hamburger Speedmetal-Legenden Helloween eine Welttournee an. 

Zurück aus Südamerika durften die Schweizer Fans die ersten in Europa sein, die mit Helloween eine grosse Metal Party feiern konnten. Angekündigt wurde ein dreistündiges Konzertspektakel. 

Ziemlich pünktlich nach dem Intro «Let Me Entertain You» von Robbie Williams, fiel der Vorhang für ein Konzert der ganz besonderen Art. 

Auf der grossen Bühne der Samsung Hall standen die drei Gitarristen Sascha Gerstner und die beiden Gründungsmitglieder Michael «Weiki» Weikath und Kai Hansen der von 1884 bis 1988 auch für den Gesang verantwortlich war. Dazu gesellten sich Bassist Markus Grosskopf ebenfalls ein Gründer der Band. 

Links und rechts auf dem erhöhten Schlagzeug Podest standen die beiden Sänger Andi Deris der 1994 zur Band gestossen ist und Michael Kiske der schon von 1987 bis 1993 dabei war. 

Gut versteckt hinter den Trommeln war da noch Daniel «Dani» Loeble. 

Schon der erste Song «Halloween» dauerte satte zwölf Minuten.

Nach «Dr. Stein» aus dem Jahre 1988 begrüssten die beiden Sänger das Publikum. Kiske und Deris waren beide vom Südamerika trip Stimmlich etwas angeschlagen deshalb zählten auf tatkräftiges Mitsingen der ca.3’200 Besucher/Innen. 

Nach der Begrüssung stellten die beiden ihre Maskottchen Seth und Doc vor. Die beiden bauten immer wieder in kurzen Video-Sequenzen an einer Maschine. Die Kino Session kam in regelmässigen Abständen. Es war auch immer die Gelegenheit für die doch schon älteren Herren sich zu erholen. Vergönnt war es ihnen immer, weil die Performance jedes einzelnen sehr gut war. Spielfreude und -spass waren während des ganzen Konzerts immer da. 

Das gesamte Konzert wurde auf der grossen LED-Wand mit einem Animation’s Film untermalt. Viele Sequenzen erinnerten an die «Herr der Ringe»-Welt von J. R. R. Tolkien berühmten Literaturwerken. Natürlich durften die Halloween Kürbisse bei denn Animationen nicht fehlen. 

 

Die Set liste war sehr ausgewogen, beinhaltete viele Klassiker aus den 80ern wie «I’m Alive» vom «Keeper of the Seven Keys, Part I» Album von 1987. 

Das Drumsolo war ebenfalls eine Reise in die Vergangenheit: Live spielte Daniel Loeble und im Hintergrund wurden ein filmisches Andenken an Ingo Schwichtenberg, der sich wegen psychischen Probleme das Leben genommen hat, gezeigt. 

Trotz verschiedener grosser Krisen in der Band sind Helloween mehr vereint als den je. Ein drei Stunden langes Konzert anzukünden ist sehr mutig, es dann auch durchzuziehen, ist Ehrensache. 

Durch die vielen Videofilme betrug die Spielzeit dann circa zweieinhalb Stunden. Dennoch war für Spontan Aktionen kein Platz. Die Show war durchgeplant, bot aber sehr viel Unterhaltung. Der Sound war perfekt abgemischt und die Stimmung während des ganzen Konzerts ausgezeichnet. 

«How Many Tears» gesungen von allen Aktuellen oder ehemaligen Sänger war der erste Schlusspunkt.

Nach vier Zugaben und «I want out» von 1987, einem Konfettiregen und einem weiteren Versuch von Michael Kiske Schweizerdeutsch zu sprechen «Dir seid huerre geil», war der Konzert-Marathon zu ende.

 

Viele sind gekommen, um zu sehen, ob es die Band noch bringt. Andere weil es einfach Erinnerungen an die Jugendzeit ist und die Dritten, weil sie die Legenden einmal Live erleben wollten. Doch alle hatten ein hervorragendes Konzert gesehen jede/r kam auf seine kosten. Das war im wahrsten Sinne des Wortes grosses Kino.

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