6. Oktober 2018

Ohh lala Cherie

Klub Plaza 

Zürich

Es gibt Sommerpausen, die sind einfach zu lange. Zwischen Juni und September dauerte die Durststrecke ohne «Ohh lala Cherie Burlesque»-Revue im Klub Plaza in Zürich. Die Vorfreude auf die bereits achte Season dieser tollen Showreihe war riesig. 

Ausnahmsweise war der Club im «Kreis Cheib» nicht ganz ausverkauft. Jedoch war das anwesende Publikum bei bester Laune und dem Anlass entsprechend festlich gekleidet. 

Mit der Belgierin Laurie Hagen kam als Host ein neues Gesicht nach Zürich. Laurie ist sozusagen auf der Durchreise nach Las Vegas, wo sie bald für längere Zeit ein Engagement hat. Die Preis gekrönte Schauspielerin, Tänzerin, Clownin und Singer-Songwriterin ist ein Multitalent und bot gleich von Beginn bis zum Finale grossartige Unterhaltung. 

 

Neben den weiblichen Superstars der Burlesque-Szene wie die «Miss Burlesque Australia», Sina King, die als Gangsterbraut mit einem umgebauten Kartenspender ihr eigenen Hundert-Dollarscheine im Publikum verteilte oder als Showgirl elegant mit dem Publikum spielte und dieses mit viel Charme begeisterte. Danach kam ein Mann auf die Bühne, der mit seiner Stripshow gepaart mit Boylesque-Elementen das Plaza zum Kochen brachte wie kaum ein Mann zuvor. Jett Adore ist keiner, der von den Chippendales kam, sondern ist einer der Tänzer von Neo Burlesque-Ikone Dita von Teese, die ebenfalls bald ihr erstes Gastspiel in Zürich gibt. 

Jett Adore überzeugte mit viel Humor und überzeugte nicht nur die Damen, die Herren waren von seinen beiden Performances ebenfalls angetan. 

Bei diesem Season Opening durfte natürlich eine akrobatische Nummer nicht fehlen. Emily Kinch bracht gleich einen Kronleuchter mit und präsentierte diverse Figuren, während der Leuchter hin und her pendelte. Emily ist gebürtige Engländerin, lebt aber in Düsseldorf und gehört unte randerem zum Bühnen-Ensemble von Udo Lindenberg. Emilys Auftritt war sehr dynamisch, kurzweilig und leider viel zu schnell vorbei. 

 

Anja Pavlova, das «Romantische Sweetheart von Russland» konnte mich vor gut 1 1/2 Jahren bei einem Auftritt in Lyss nicht ganz überzeugen. Dieses Mal konzentrierte ich mich mehr auf ihre langsamen Bewegungen. Anja ist eine aussergewöhnliche Performerin. Man muss sich einfach mehr Zeit nehmen, um diese poetischen Nummern zu verstehen. In der schnelllebigen Zeit ist die Russin eine echte Bereicherung. 

 

Nach den ruhigen Minuten wurde es wieder wild. Gabby Novel, die immer strahlende Genferin, wirbelte ihre Hula Hoop-Reifen in diversen Variationen an Armen, Beinen und Hüften. Gabby hatte bei ihrem ersten Auftritt in Zürich richtig Spass und war eine erfrischende Abwechslung. 

Die neue «Ohh lala Cherie»-Season begann mit eine grossen Knall und hob das sonst schon hohe Niveau auf ein neues Level. Gut, ist die Show zurück.

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