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Iron Maiden Titelbild 2025.jpg

9. Juli 2025 
Iron Maiden 
Hallenstadion Zürich

Leider ohne Fotopass aber dafür mit viel Vorfreude machte ich mich auf den Weg, ins Hallenstadion an ein Konzert von einer Band die ich schon seit rund 39 Jahre höre. 

Dieses Review schreibe ich als Dankeschön für das Ticket und die steht’s sehr guten Zusammenarbeit mit Good News. 

Iron Maiden sind auf der 50 Jahre Jubiläums Welttournee. Das einiges in einem halben Jahrhundert Bandgeschichte passieren kann, ist klar. Bei Iron Maiden ist dies nicht anders wie man am Titelbild hier erkennen kann. 

Aber der Reihe nach.

Ich machte es mir auf den Sitzplatz gemütlich, der Platz bot beste Sicht auf die Bühne. Gespannt wartete ich auf den Special Guest Avatar. Nein nicht die blauen Aliens von Pandora. 
Avatar ist eine sehr abwechslungsreiche und Unterhaltsame Melodic Death Band aus dem Schwedischen Göteborg. 
Sänger Johannes Eckerström liebt es sich zu Beginn der Show zu inszenieren. Meistens hat diese Inszenierung etwas Magisches, ja schon Kindliches. 
Avatar liefern eine beeindruckende und unterhaltsame Show die schon Co Headliner Charakter hat. Eckerström liess es sich auch nicht nehmen alle Ansagen auf Deutsch zu machen. Mit einem Augenzwinkern entschuldigte er sich für sein «schlechtes» Deutsch. Es sei aber immer noch besser als euer Schwedisch. In diesem Sinne: «Skål» lieber Johannes. 

 

1.Titelbild_Avatar_©Stagetime.jpg

Mit der Run for your Lives World tour kündigte Iron Maiden ihre grösste und technisch aufwändigste Tour zum fünfzig jährigen Jubiläum an. 
Es werden nur Songs von den ersten sechs Alben, von «Iron Maiden» bis «Fear of the Dark» gespielt. Das da ein paar echte Highlights dabei sein werden war also schon von Anfang an klar. 

Die Show soll gemäss Ankündigung den typischen 80er Jahre Charakter haben, deshalb soll man auf das filmen und fotografieren mit Handy verzichten. Kein Problem für mich. Ich hasse Handy Fotos sowieso, weil mein Anspruch an ein Foto höher ist. 

Für Iron Maiden typisch sind die Riesen Backdrops die jeweils von Hand wie ein Vorhang gewechselt werden. Doch genau dieses typische Showelement wurde durch eine Riesen-LED Wand ersetzt, die es so in den 80er sicher noch nicht gab. Na ja ein bisschen Technik schadet der britischen Gründerväter des New Wave of British Heavy Metal nicht. Schon das Intro durch die Hintergassen Londons waren ein echter Hingucker und zogen mich voll und ganz in den Bann.
Dann kamen Iron Maiden auf die Bühne. Zu Beginn gleich «Murders in the Rue Morgue» vom zweiten Album «Killers» von 1981. Damals war Paul Di’Anno der Sänger.
Glaubt man setliste.fm, spielten sie das Stück seit dem nur auf fünf vorherigen Tourneen. Das letzte Mal 2005 auf der «Eddie Rips Up the World» Tour die damals im Fussballstadion Uster haltmachte. Schon damals spielten Maiden nur Songs aus den Anfängen oder besser ab der Zeit wo Paul Di’ Anno (1977-1981) am Mikrofon stand. Die beiden Vorgänger, Paul Day (1975-1976 Gründungsmitglied † 30. Juli 2025) und Dennis Wilcock (1976-1978) waren nie auf einem Album zu hören. 

Zurück zum Konzert im Hallenstadion. 
Das Konzert lebte nicht nur von einem Klassiker, nach dem anderen es war, auch optisch etwas, was man von Maiden so tatsächlich noch nie gesehen hat. Die an gesprochene LED Wand bot im Zusammenhang mit den Songs grosses Kino. Allerdings untermalten die visuellen Effekte die Show so wie es sein muss. 
Beim Klassiker «Number of The Beast» vom gleichnamigen Album (1982), zum ersten Mal mit Bruce Dickinson, schossen immer wieder Flammen aus dem oberen Teil der Bühne. 
«The Number of the Beast» ist bis heute eines der einflussreichsten Alben im Heavy Metal und gilt als grosser Durchbruch der Band. Die legendäre Platte verkaufte sich bis heute über 20 Millionen mal. 

Iron Maiden Konzerte haben auch immer wieder Theatralische Elemente drin. Legendär ist Dickinson’s englische Militäruniform beim Song «The Trooper». Ebenfalls gehört die Union Jack Flagge dabei und in Zürich die Schweizer Flagge dazu. Nur hat der Pilot und Inhaber von zwei Ehrendoktortitel  (einer für Musik und einer im Bereich Philosophie) noch nicht mitbekommen, dass die Schweiz eines von zwei Ländern weltweit ist das eine quadratische Flagge hat. Das zweite Land ist nur ein Staat, und zwar der Vatikan. 
Es ist ein Detail, das wahrscheinlich vielen nicht aufgefallen ist.
Ebenfalls durfte das übergrosse Maskottchen Eddie nicht fehlen zuerst zu Beginn des Konzerts und dann gegen Ende stampfte er über die Bühne und wollte den Musiker ans Lebendige. 

Die Run for your Lives World tour versprach eine kleine Zeitreise in die 80er Jahre. Tatsächlich fühlte ich mich bei einigen Songs zurückversetzt in die Zeit als ich als Siebenjähriger junge beim Nachbar auf dem Bett sass und diese grossartige Band zum ersten Mal hörte. Es war der Zeitpunkt als ich zum Maiden Fan wurde und es bis heute blieb.
Die Setliste wird wohl einzigartig bleiben. Für einen fünfzigsten Geburtstag war sie mehr als würdig. 
Da kann man nur das Band eigene Trooper Beer erheben und auf noch einige weitere Konzerte von Iron Maiden hoffen.

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