
3. Juli 2025
Judas Priest
Hallenstadion Zürich
Das Hallenstadion war mit 8’000 bis 9’000 Besuchenden mässig besetzt. Kein Grund für die drei Bands an diesem Abend nicht 100 % zu geben.
Den Anfang machte der Ex-Gitarrist von Motörhead, Phil Campell mit seinen drei Söhnen, Todd (Gitarre), Tyla (Bass) und Dane (Drums) unter dem Namen Phil Campell and the Bastard Sons,
Am Mikrophon stand Joel Peters.
Neben eigenen Songs standen natürlich Motorheads Klassiker wie «Ace of Spade» auf der Setliste.
So richtig abholen konnte mich die Band nicht. Klar bei Motörhead war Phil an der Gitarre eine treibende Kraft. Mit seinen Söhnen kann er nicht mithalten und wirkte auch nicht so wirklich motiviert der nächsten Generation den Meister zu zeigen. Dazu war es einfach nur penetrant Laut.

Es folgte eine Cover-Cover - Coverband. CoreLeoni. Die Band spielt vor allem Songs aus der frühen Phase von Gotthard. Also die Zeit als Gotthard eine Hardrock band mit vielen Coversongs wie «Hush», dass vom amerikanischen Komponisten und Musikers Joe South für den Musiker Billy Joe Royal . Das Lied wurde später 1967 von Somebody's Image (einer australischen Band mit Frontmann Russell Morris) gecovert. Gotthard lehnten aber ihre Version dem Cover von Deep Purple an.
Ein weiteres Beispiel ist der Song «Mighty Queen». Ursprünglich von Bob Dylan als «Quinn the Eskimo» geschrieben übernahmen die Tessiner um Gitarrist Leo Leoni die Version von Manfred Mann’s Earth Band.
Da Leoni wieder mehr die schnellen Stücke spielen wollte und mit der kommerziellen Richtung seiner ersten Band «Mühe» hatte, gründete er Core Leoni.
Zu Beginn mit Rainbow Sänger Ronnie Romero überzeugte Core Leoni mit gutem Hardrock wie man es von Leo Leoni erwartet.
Romero Verlies 2020 die Band und wurde durch den Albanischen Tv Musiker und im 2018 ESC Teilnehmer Eugent Bushpepa.
Bushpepa kann Romero nicht das Wasser reichen. das wirkte ganz komisch und konnte mich gar nicht überzeugen. Schade, Leoni und seine Truppe strahlten um die Wette und hatten viel Spass mit ihrer Musik. Leider konnte der Gesang einfach nicht überzeugen.
Ich hoffe das CoreLeoni noch einen passenderen Sänger finden. Dann machen Ihre Auftritte wieder mehr Spass.

Nach den «beiden» Coverbands wurde die Bühne für die Pioniere des New Wave of Britsh Heavy Metal, Judas Priest.
Besuche der aus Birmingham kommende Band sind in der Schweiz relativ häufig. Das letzte Mal waren Priest im April 2024 in Basel zu gegen.
Von den Gründungsmitgliedern im Jahr 1969, ist keiner mehr dabei. Dafür steht mit Rob Halford eine Stilikone in Sachen Outfit der Metal Szene der 80er Jahre. Auch sonst waren Judas Priest immer innovativ und entwickelten ihre Musik weiter Priest waren die erste Metalband die einen Gitarren Synthesizer einsetzten. Es versteht sich von selbst, dass viele Fans davon nicht hielten.
Judas Priest ist mittlerweile über 50 Jahre unterwegs und begeistern nach wie vor mit ihrer Bühnenpräsenz.
Dieses Jahr feiern die Engländer das 35 Jahr Jubiläum vom «Painkiller» Album und sind zugleich mit ihrem aktuellen Album «Invincible Shield» unterwegs. Wobei das «Painkiller» Album mehr im Fokus stand. «All Guns Blazing» war ein würdiger Opener und bewies, der 74-jährige Halford kann die screams noch nahezu perfekt. Klar wie schon in Basel waren die Instrumentalen Parts länger und Halford holte sicher ab und zu eine Ladung CO₂ um eine hundert Minuten lange Show durchstehen zu können.
Fast ohne pause, zündeten Judas Priest ein geniales Hitfeuerwerk bei dem aber neue Tracks wie «Gates of Hell» nicht fehlten. Das aktuelle Album, «Invincible Shield» hätte gerade so in den 80er-Erscheinen können. Die Tracks haben genau diesen Vibe aus dieser Zeit und wäre wohl in dieser Dekade zum Klassiker geworden.
Es ist schon verrückt was Halford und seine Männer da abliefern. Das ist eine geniale Show ohne viel drumherum. Die Musik steht im Vordergrund. Nach dem ersten Drittel begrüsste Rob das Zürcher Publikum. «Music music music the world needs more Music» Da hat er mehr als nur recht. Für ihn ist es ein völkerverbindendes Element (ich hoffe das ich seine Worte hier richtig interpretiere). Sollte es so sein hat er absolut recht.
Judas Priest zeigten sich an diesem Abend in Bestform. Die Männer hatten Spass auf der Bühne und das Publikum feierte die wirklich aussergewöhnliche Setliste. «Breaking the Law», «Night Crawler» und natürlich vor den Zugaben «Painkiller» um nur einige zu nennen.
Die Engländer beweisen einmal mehr, dass sie auch nach 53 Jahren immer noch zu den besten der Szene gehören.
Nach «Living After Midnight» Verlies ich mit einem breiten grinsen im Gesicht das Hallenstadion. Der Abend begann schleppend entpuppte sich aber zu einem echten Highlight. Wie meistens, wenn Judas Priest auf der Bühne stehen.

























