
18. November 2025
Sabaton
Hallenstadion Zürich
Die Schwedische Powermetal Band Sabaton sind bekannt für ihre Texte über Schlachten und Kriege, die historisch sehr genau sind. Dafür wurden sie bereits ausgezeichnet.
Mit ihrem neusten Album «Legends» (am 17. Oktober 2025 erschienen) und einer spektakulären Show nach Zürich ins Hallenstadion.
Die grösste Konzerthalle der Schweiz war bereits gut gefüllt, als ein Orchester die Bühne betrat. The Legendary Orchestra spielte Sabaton Songs. Die Heroischen klänge der Originale, bekamen durch das hervorragende Orchester noch mehr Power. Grosses Highlight war Noa Gruman, die für den Gesangsteil verantwortlich war. Unterstützt wurde sie von der Elektrogeigerin Mia Asano und Patty Gurdy am historische Hurdy-Gurdy-Instrument. (Bild unten)
Das Legendary Orchestra war eine Idee von Sabaton Bassist Pär Sundström. Ein Projekt, das man gerne weiter treiben kann. Sicher ein Wagnis, seinen Fans klassische Musik als Supportact zu präsentieren. Die Umsetzung ist aber sehr hörenswert.

Nach einer schier endlosen Begrüssung durch Napoleon, Dschingis Khan, Cäsar und König Richards standen da im Kreuzritter Kostüm die Bandmitglieder von Sabaton auf der kleinen B-Stage mitten im Publikums. Über eine Brücke marschierten die Ritter auf die grosse Bühne, welche wie eine uneinnehmbare Burg als Bühnenbild diente. Hinter den Burgzinnen boten Sabaton eine grosse Show, bei der Napoleon mit Kanone schoss und auch Cäsar seine Ansprache halten durfte, wie gross er und sein Römisches Reich ist. Leider wartete ich auf Asterix und Obelix vergebens. Kein Wunder, Sabaton nehmen es mit der Historie sehr genau. Trotzdem gut, dass der Geschichtsunterricht bald zu Ende war, und man sich aufs Musikalische konzentrierte. Neben den Songs vom aktuellen Album «Legends» kamen etliche Songs aus früheren Alben zum Zuge. «Night Witches» vom Album «Heroes» (2014) oder das zwanzig Jahre alte «Primo Victoria» vom gleichnamigen Debütalbum.
Sabaton setzen auf viel Effekte und dennoch steht ihre Musik im Vordergrund. Die Schweden hatten jedenfalls viel Spass bei der Arbeit. Nur Drummer Hannes Van Dahl hatte berechtigte Sorge, dass Jochen Brodén bei der Begrüssung wieder zu lange redet. Das Zeigen auf die Uhr und dass er früh schlafen gehen will, waren eindeutige Indizien dafür.
Sabaton setzten für einmal nicht auf die Kriegsmasche mit einem Panzer auf der Bühne. Dieses Mal war das Drum Podest eine grosse Hand, die beim Solo hochfuhr. Die Legends Show bezog sich optisch mehr auf Drachensymbole aus der Historischen asiatischen Kultur und das Mittelalter.
Sabaton boten genau das, was ihre Fans so lieben: ein grosses Spektakel mit viel Feuer und anderen Showeffekten.
Das Konzert bot, abgesehen vom überlangen Intro, über die ganz Dauer gute Unterhaltung und viel Abwechslung.

























