Teneriffa - eine Entdekungsreise

Auch wenn ein Ferien Tagebuch nichts mit meiner Website als solches zu tun hat, ist dies hier die optimale Plattform. 
Dieser Bericht ist mein danke schön an Birgit und Stefan. Die beiden haben mir diese Reise ermöglicht. 

Samstag 18.März 2017 Teneriffa Ferien Tag 1

 

Es war ein teilweise holpriger Flug von Zürich in den Süden von Teneriffa. Als sich die Wolken aber verzogen sah man wie schön doch die Welt von oben ist. Besonders der Blick auf die portugiesische Stadt Lissabon war schlicht atemberaubend.

Nach 4 Stunden, einer Currywurst nach Berliner Rezept und meinem allerersten Besuch auf einer Flugzeug Toilette, setze der Pilot zur Landung an. 

Nach einer kurzen Wartezeit durfte ich auch meinen Koffer in Empfang nehmen. 

Danach ging das Warten auf einen Bus weiter. In Teneriffa fahren nur Busse. Züge kennt man hier nicht. Die Kommunikation ist recht simpel: Man wartet, es Kommt jemand und fragt wo man hin will. Man streckt ihm den Zettel entgegen. Er informiert dann, auf welchem Parkfeld der Bus wartet. Man geht dort hin, streckt dem nächsten den Zettel entgegen, der schnappt den Koffer, verstaut ihn in den Bus und bittet einem einzusteigen. Dann wartet man im Bus.

Die Fahrt in den Norden führt einen grossen Teil der Küste entlang, so dass man vom Bus aus immer den Atlantik im Blick hat. Auf der anderen Seite der Strasse ist die karge Landschaft mit vielen grünen Büschen zu sehen. 

Vor dem Hotel angekommen, bezog ich mein Zimmer. Danach machte ich einen ersten kurzen Spaziergang an den Strand von Puerto de la Cruz. Das Meer peitschte wild an die schwarzen zerklüfteten Vulkanfelsen. Auch der Sand ist hier schwarz. 

Ich suchte mir einen kleineTaverne und fragte nach einem einheimischen Bier. Nicht dass mir hier noch ein Heineken oder so was komisches als Bier verkauft wird. 

Das Dorada ist ein sehr erfrischendes, würziges Bier, also nicht so wässrig wie das Sagres aus Portugal oder die anderen Biere aus dem Süden. 

Es wurde Zeit zurück ins Hotel zu gehen, da das Abendessen bereit war. Die spanische Küche ist einfach. Man werfe alles in einen Topf und nennt es dann Eintopf…. Gewöhnung’s bedürftig aber okay. Im Schlimmsten Fall gibt es immer noch Pizza auf dem Buffet. Ach ja und abschmecken muss man es selber! Salz oder gar Pfeffer auf dem Gegrillten Schweine Kotelett, Fehlanzeige! 

Der Plan war, nach dem Essen nochmals in die Stadt zu gehen. Die Idee erledigte sich allerdings da es wie aus «Kübeln» regnete. Allgemein sind die Wetterwechsel vom Vulkan Teide, der dritt höchste der Welt, beeinflusst. So kann das sehr schnell umschlagen. 

Ich entschied mich dann ins Bett zu gehen. 

Sonntag 19.März 2017 Teneriffa Ferien Tag 2

 

Ich hüpfte früh morgens um 6:30 Uhr aus dem Bett und ging an den Strand. Die Idylle dort ist grossartig.

Schon bei meinem ersten Spaziergang fielen mir die vielen Steintürme in allen Grössen auf. Eine Spaziergängerin, die oft hier im Urlaub ist, machte mich auf ein ganz speziellesExemplar aufmerksam, weil dort die Sonne hin durch scheint und man so toll mit dem Licht spielen kann. Ich fragte dann, ob sie wisse, woher der Ursprung dieser kleinen Kunstwerke kommt?
Sie sagte mir, dass vor einigen Jahren an diesem Strand ein Kind ertrunken sei. In Andenken daran habe jemand so einem «Steinturm» gebaut und daraus wurde ein kleiner Garten. Zwischen den Steinen wachsen kleine Bäume und natürlich auch Unkraut. 

Zurück im Hotel ging es zum Frühstück, das mich sehr stark an England erinnerte. Der Orangensaft extrem süss und am Buffet gab es weisse Bohnen und Würstchen.

Dafür wurden die Spiegeleier frisch vor dem Gast zubereitet. 

Nach der Nahrungsaufnahme bearbeitete ich gleich mal die erste Serie an Fotos, die ich beim Sonnenaufgang gemacht habe.

Leider ist der Ausflug zum Teide bei Nacht ins Wasser gefallen. Dies erfuhr ich nach dem ich 45 Minuten auf den Bus wartete. So etwas kann es hier auch geben. An Informationen zu kommen ist allgemein nicht sehr einfach. Deshalb bin ich froh, dass ich die tatkräftige Unterstützung von Birgit und Stefan hatte.
Ich machte mich dann auf in den Loro Park. 

Zufällig war ich bei den Orcas (NEIN NICHT KILLERWALE), als bei einem der Tiere den Mund geröntgt werden musste. Man merkte sofort, dass das Tier sehr entspannt war. Nach der medizinischen Behandlung kam sein Pfleger/ Trainer auf ihn zu gerannt. Der Wal freute sich, machte sofort den Mund auf nach dem Motto «juhui es gibt Futter». 

Ich erkundigte mich dann zur Sicherheit, ob ich fotografieren dürfe? Ich durfte, musste jedoch meine Personalien abgeben, inklusive einer Kopie von meiner ID. Grund dafür es  gäbe zu viele Idioten auf der Welt. Der Loro Park schützt sich so vor sensationsgeilen Journalisten und auch militanten Tierschutz - Aktivisten. Für mich war es kein Problem, dass die jetzt wissen wer ich bin. Das ich gerne in Zoos fotografiere ist bekannt und auch dass ich die Institution Zoo und Tierparks als Naturschutz Zentrum sehe, die den Menschen auf diese Art aufzeigen, was in den letzten Jahren kaputt gemacht wurde nämlich unsere Natur und den Lebensraum vieler Tierarten.
Viele Zoos und auch der Loro Park unterstützt Naturschutzprojekte zur Erhaltung bedrohter Tiere.

Die Orca Show fand ich ganz Okay mehr nicht. 

Mein Spaziergang führte mich dann weiter zu den weissen Bengal Tiger und zu den Quallen. Die Quallen bewundere ich einfach. Diese Eleganz und wie sie sich fortbewegen ist beeindruckend. 

Da ich etwas spät dran war, musste ich mich schon bald zum Ausgang begeben. So endete ein turbulenter erster Tag. 

Montag 20. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 3

 

Etwas einzigartiges erwartete mich am Tag drei auf der Insel des ewigen Frühlings. Nicht nur dass ich auf meinem Lieblings Ozean, dem Atlantik, einen Schiffsausflug machen darf, nein ich habe auch die Gelegenheit Wale und Delfine zu sehen. Mit null Erwartungen bestieg ich den Bus den mich Richtung Süden in den Hafen von Los Cristianos brachte. Zuerst führte die Reise zu diversen Hotels, um die anderen Teilnehmer/Innen abzuholen. Bus Transfers haben auf Teneriffa einen grossen Stellenwert. Züge gibt es auf der Vulkaninsel nicht. 

Mit einer Art Katamaran ging es dann auf das offene Meer. Nach rund 10 Minuten Fahrzeit bremste das Schiff und da waren sie auch schon: Eine Herde Grindwale! Was für ein Erlebnis diese Tiere in Freier Natur einfach so zu begegnen. Ich finde auch eine Woche nach diesem tollen Tag noch kaum Worte. Das Erlebnis kann man auch nicht einfach so beschreiben, das muss man selber erlebt haben. Die Fahrt ging dann weiter zu den Klippen Los Gigantos. Die höchste ragt 600 Meter aus dem Meer.

Wenn man mit dem Schiff vorbei fährt kommt man sich sehr klein vor. Die Klippen wurden unter Naturschutz gestellt, um sie so vor Überbauung zu schützen. 

In einer kleinen Bucht machten wir den Mittagshalt. Es gab eine ordentliche Portion Reis mit Fleischkäse Bällchen. Anders als im Hotel getraute sich der Koch auch Salz und Pfeffer zu benutzen. 

Auf dem Rückweg sahen wir noch weitere Wale und Fleckendelfine. Wir hatten also riesiges Glück so viele Tiere zu sehen. Der ganze Tag war schlicht perfekt. Tolle Leute, gutes Essen und eben auch diese wunderschönen Eleganten Meeres Säuger. Besser geht es einfach nicht.

Dienstag 21. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 4

 

Nach dem ich am Sonntag ausser planmässig in den Loro Park ging, stand der Auf Vögel spezialisierte Park offiziell auf dem Program.
Meine Einschätzung mag subjektiv sein. Aber so richtig überzeugen konnte mich der Park nicht. Die Anlagen sind zwar schön und für die Tiere gut strukturiert. Der Touristenaufmarsch gab den Betreiber sicher auch recht. Wer aber so aggressiv an jedem Abfalleimer und an jeder möglichen Hauswand Werbung macht, macht eben auch die Masse neugierig.Im Gegensatz zum Sonntag hat es extrem viele Leute, was den Besuch auch nicht angenehmer machte. Ich sah mir dann die Vorstellungen der Delfine, Lories und Papageien, den Seelöwen und auch die Orcas wollte ich nochmals sehen.

Dort stellte ich bald fest, dass mir am Sonntag die Light Version vorgesetzt wurde. Das kann man jetzt als Mogel packung ab tun oder man redet sich ein, dass man die Tiere schonen wollten. Wie dem auch sei diesmal hat mir die Vorstellung besser gefallen. Dass das Sea World in Orlando Florida das ganze kontrolliert, ,erkannte ich als vor der Show das Publikum mit der Kiss Cam unterhalten wurde. Sehr amerikanisch und sehr unnötig. 

Trotz des eher durchwachsenen Eindrucks vom Park, machte ich einige gute Fotos mehr nicht. Dennoch ist es befremdend an zustehen wenn man die Pinguinen besucht. 

Der Tag nahm aber mit dem einzigen wirklich schönen Sonnenuntergang ein versöhnliches Ende.

Mittwoch 22. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 5.

 

Halbzeit und nochmals Gelegenheit Wale oder Delfine zu sehen. Nur dieses Mal konnte ich nicht einfach beim Hotel neben an einsteigen und los fahren. 

Teneriffa hat ein unglaublich gutes ÖV System mit Bussen die einem praktisch überall hinbringen. Um 9:00 Uhr sollte es gemäss Fahrplan los gehen. Die Spanier sind aber nicht besonders pünktlich. So sind die Zeiten auf dem Fahrplan eher dafür gedacht, dass die Passagiere rechtzeitig vor Ort sind. Wann der Bus dann kommt ist nirgends festgeschrieben. Aber er kommt. Als ich da so an der Bushaltestelle stand und wartete kamen schon Heimat Gefühle auf. In Luzern fahren die Buse ja auch wann sie wollen. 

Die Fahrt ging dann zuerst zum Nord Flughafen dann zum Süd Flughafen und dann zurück nach Los Cristianos von dort spazierte ich zum Hafen. Man glaubt es kaum, aber ich war tatsächlich zu früh vor Ort. So konnte ich noch schnell einen extrem guten Hamburger essen gehen. Den gab es im Black Pearl Café (nein Jack Sparow war nicht dort) an der Promenade. Ich konnte den zweiten Ausflug auf den Atlantik kaum erwarten. Diesmal fuhren wir mit einem etwas kleineren Katamaran raus. und wir hatten wieder Glück und sahen eine Gruppe Wale, sogar ein Jungtier war dabei.

Zum fotografieren war es eine rechte Herausforderung. Die Erinnerung bleibt aber auch ohne Speicherkarte. Ebenso wie der nochmalige Anblick von den Los Gigantos Klippen. 

Auf der Rückfahrt sah man dann keine Tiere mehr. Dies ist nicht weiter schlimm. Auch dieser Ausflug war absolut genial. Ich würde sofort wieder eine solche Tour buchen, auch immer im Wissen, dass man kein einziges Tier zu sehen bekommen kann.

Auf dem Schiff habe ich dann noch Barbara und Henrik aus Ostfriesland kennen gelernt. Dank den beiden musste ich für einmal nicht Bus fahren, sondern wurde ohne Halt nach Puerto de la Cruz chauffiert. 

Auch der zweite Ausflug zu den grossen Meeres Säuger ist und bleibt unvergesslich.

Donnerstag 23. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 6.

 

Um 8.00 Uhr bestieg ich den Bus Richtung Los Cristianos im Süden um den etwas unbekannteren Jungle Park zu besuchen. Nach dem etwas zwiespältigen Eindruck vom Loro Park setzte ich meine Erwartungen nicht all zu hoch. Doch schon am Eingang merkte ich, dass ist ein ganz anderes Konzept. Grosszügige Anlagen, mehr Artenreichtum und mehr Zoo als Show. Der Weg führte teilweise über grosse Hängebrücken, oberhalb der Krokodil Anlagen, die als Flusslandschaft angelegt war. Leider sah man dort nicht so viel von den Tieren. Dafür zeigte sich der weisse Löwe sehr schön. Auch die Erdmännchen waren fleissig am buddeln und herum rennen. 

Tiervorführungen gab es dann auch. die erste waren die exotischen Vögel. Papageien die über den Köpfen der Zuschauer kreisten und Loris die den Besucher/Innen die Sonnenblumenkernen aus der Hand pikten. Mein Favorit war aber der Hornrabe, der durch die Tribüne hüpfte. 

Auch er wurde aus den Händen der Besucher gefüttert, immer in Anwesenheit der Pfleger. 

Die ganze Präsentation war für gross und klein sehr unterhaltsam gestaltet. 

Danach ging es mit der Greifvogel Flugshow gleich weiter. Fünfzehn verschiedene Arten kreisten über der grossen kreisrunden Arena. Darunter auch ein Marabu und der Weisskopf Seeadler. 

Das Amerikanische Wappentier zeigte dann auch seine Wendigkeit, wenn er die Beute anfliegt. 

Auch eine Gruppe Löffler hatte ihren Auftritt. 

Die Seelöwenshow könnte man sich eigentlich schenken. Die Kunststücke kennt man langsam und auch sonst war es in meinen Augen nicht so die Attraktion, die man unbedingt gesehen haben muss. 

Der Spaziergang durch den sehr schön angelegten Park an sich ist das Eintrittsgeld wert. 

Der Jungle Park ist ein Zoologisch Botanischer Garten. So sah man neben vielen Kakteen auch einen Orchideen Weg. Ein besonderes Highlight sind die Kattas (Lemuren Art). in der begehbaren Anlage. Aus Rücksicht vor dem Jungtier (zwei Monate jung) ist die Anlage täglich nur 2 Stunden begehbar. Das Tierwohl steht ganz gross im Vordergrund und das ist auch richtig so. Ebenfalls begehbar ist eine Vogelvoliere mit sehr neugierigen Kakadus, Aras und Loris. Die Begegnung mit den Vögeln ist ein besonderes Erlebnis. Fast logisch, dass ich da mehrmals durchgelaufen bin. 

Auf dem abenteuerlichen Weg mit einer Stange zum hinunter rutschen kam ich zum Start der Sommerrodelbahn. Ob es jetzt diese Attraktion in einem Zoo braucht ist fraglich. Ich hatte bei meinen zwei Abfahrten meinen Spass.

Mit dem Zoo Shuttle Bus fuhr ich dann wieder vom Zoo Eingang bis zur Bushaltestelle in Los Cristianos. Von dort ging es dann mit dem Bus zurück in den Norden.

Freitag 24. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 7

 

Abholzeit für die Inselrundfahrt war um 7:50 Uhr, das heisst ich durfte auf das Frühstück verzichten. Aber wer will schon Weisse Bohnen und komische Mini Würstchen, aus Schweinefleisch, wenn man mit einem Bus – oh Wunder – in den Süden fahren kann. Der erste Halt war in Santa Cruz der Hauptstadt von Teneriffa. Wir wurden dann zur Basilica de Nuestra geführt. Eine hübsche Kirche, zum Glück die einzige auf der Rundreise.

Nach 30 Minuten Aufenthalt ging es weiter also sollte es weiter gehen. Die ganze Gruppe durfte auf eine Person warten, die wahrscheinlich ohne Uhr und Zeitgefühl unterwegs war. Nach 15 Minuten fand sie dann den Bus auch.

Im Hafen von Los Cristianos – Schon wieder – machten wir dann den nächsten Halt. Das interessanteste dort war das längste Wandgemälde der Welt. Nach einem kleinen Snack fuhren wir weiter zu den Los Gigantos Klippen. 

Ein letzter Blick von Isora, Acantilados de los Gigantos auf diesen beeindruckenden Felsen. Dann geht es auch gleich wieder weiter in das kleine Dorf Teno. Dort machten wir einen Halt für das Mittagessen oder Kamelreiten. Kamelreiten!!! 

Es versteht sich von selbst. dass ich da auf das Essen verzichtete. Für mich war das Kamelreiten eine tolle Abwechslung. Nach der Runde mit dem Wüstenschiff gab es noch ein feines Bier. Danach fuhren wir weiter zum letzten Halt beim Drachenbaum.Er gilt als der älteste seiner Art und hat sogar einen eigenen Park. Für fünf Euro Eintritt kann man diesen besuchen, oder man geht einfach auf die Aussichtsplattform und macht von dort aus ein paar Fotos. Der Drachenbaum blüht alle 50 Jahre das nächste mal 2044. Es wird geschätzt das die Blüten 5 Tonnen schwer sind. Das war dann auch schon die letzte Station auf der Rundreise. Schade habe ich nichts vom Teide Nationalpark gesehen. Also habe ich schon einen Grund, die Insel wieder zu besuchen. 

Nach dem Abendessen ging ich noch ein wenig auf Kneipentour. Dieses Puerto de la Cruz ist eine ganz tolle vielseitige Stadt. Es hätte noch viel zu entdecken gegeben, doch die Abreise rückte immer näher.

25. März 2017 Teneriffa Ferien Tag 8.

 

Es ist vorbei. Sieben tolle Tage jeder auf seine art Einzigartig und unvergesslich. So müssen Ferien sein. Erlebnisreich jeden Tag etwas neues entdecken. 

Teneriffa ich komme wieder!!!

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