20. November 2017

Sacha Grammel

Hallenstadion Zürich

Nicht alles, was Sacha Grammel erzählt ist Lustig. Viele seiner Gags sind vorhersehbar und bald wieder vergessen. 

Auf seiner kleinen Schweizer Tournee machte der Berliner am Montag, 20. November, im Zürcher Hallenstadion halt. Das Bühnenbild war comic-artig bunt und zeigt Grammels Strasse, in der er aufgewachsen ist. Allerdings war das seine Traum-Variante. 

Nachdem er das Publikum begrüsst und eine gefühlte Ewigkeit alleine versuchte zu unterhalten, holte er «Adler-Fasan» Frederic Freiherr von Furchensumpf auf die Bühne. Neben ein paar wenigen Pointen war es viel Gerede, mehr nicht. 

  

Die dritte Nummer war dann doch schon unterhaltsamer. Mit einer Socke mit grossen Kulleraugen erklärte er dem Publikum das 1 x 1 des Bauchredens. Sacha Grammel liess sein Talent aufblitzen und lief zur Bestform auf. Allein schon die Szene als er der vor Angst zitternden Socke die Arme ansteckte. Man hatte richtig Mitleid mit seinem Gegenspieler. 

Die Nummer sollte der Höhepunkt bleiben. 

Keine Figur konnte mit dieser Mimik und Lebendigkeit mithalten.
Der vermeintliche Star, Schildkröte Josie, ist leider nur kitschig süss und wurde mit der Zeit ebenfalls zu viel. Da kam die Pause gerade recht.
Die Hoffnung, dass es nachher besser werde, wurde schnell begraben.
So gross wie die Bemühungen auch waren, der Funke ist zumindest bei mir nicht hinüber gesprungen. 

Nach zwei langen Stunden war der Hauptteil vorbei. Die Zugaben sah ich mir nicht mehr an. Mit mir verliessen noch weitere Gäste das Stadion.
Sicher war die eine oder andere gute Pointe dabei. Für ein abendfüllendes Programm reichte es leider nicht.

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