
27. Januar 2026
Epica & Amaranthe
Halle 622 Zürich
Das neue Jahr ist schon einen Monat alt da wird des doch langsam Zeit für das erste Konzert. Optimal ist doch eine Synphonic Metal Doppel Headliner Show.
Den Anfang machte die Ex Delain Sängerin Charlotte Wessels mit ihrer Band. Die Niederländerin ist Solo unterwegs und begeisterte mit ihrer sehr charismatischen Art und einer unglaublichen Powerstimme. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihre zum Teil zarten Songs zu schwach für ihre Energie sind. Charlotte brachte aber die Emotionen unter Kontrolle und lies einem mit ihren sirenenartigen Gesang nicht mehr los. Leider hatte Sie den kürzesten Slot an diesem Abend. Für mich aber ein perfekter Einstieg in einen Abend der noch viele grossartige Stimmen bereit hatte.

Der erste Headliner des Abends kam ebenfalls aus den Niederlanden. Epica ist bekannt für ein visuelles Spektakel und eine ebenfalls spektakuläre Stimme von Simone Simons. Die sechsköpfige Band strotzen in der Halle 622 in Zürich – Oerlikon nur so vor Spielfreude. Natürlich durften die üppige visuelle Untermalung nicht fehlen. Manchmal sah man die Musiker und die Sängerin in den LED-Wänden kaum noch. So stand die Musik trotz der Visuellen Reizflutung im Vordergrund.
Ein weiteres Merkmal bei Epica sind die überdimensionalen Mikrofonständer. Normalerweise ist dieses Equipment nur störend und im Weg. Bei Epica sind es aber Bühnenelemente die perfekt ins Bild passen.
Die Niederländer Band machte an diesem Dienstagabend, das, was sie immer machen, sie begeistern mit ihrem Sound und einer mitreissenden Show, die man sich immer wieder ansehen kann.
Der zweite Headliner war für mich der grosse unbekannte. Den Namen, Amaranthe war mir schon bekannt, gesehen habe ich die Schwedische Band noch nie. Überrascht war ich dann schon, als da gleich zwei Sänger, Mikael Sehlin (Gesang/Gutturaler Gesang) und Nils Molin (Tenorgesang) plus eine Sängerin, Elize Rys (Sopran Gesang) auf der Bühne standen.
Was da aber folgte, war musikalisch sehr abwechslungsreich, aber auch sehr fordernd beim Zuhören. Wer singt jetzt auf, wenn muss ich mich jetzt konzentrieren.
Amaranthe stechen aus der Vielzahl an Metal Bands durch ein nicht alltägliches Bandgefüge heraus. Ebenfalls das Vermischen verschiedener Stile wie Metalcore, Melodic Death Metal oder Alternative Metal beweisen, dass Heavy Metal auch spannend und abwechslungsreich sein.
Optisch versuchte man das musikalische Spektakel mit einer geschickt eingebauten Lasershow zu untermalen. Ob dies jetzt zwingend notwendig sein musste, darf jede*r Besuchende selber für sich entscheiden.
Charlotte Wessels, Epica und Amaranthe boten einen runden und abwechslungsreichen Konzertabend in der Halle 622. Unter anderem bewiesen sie eindrücklich das Metal längst keine Männer Domäne ist.

























