1. Juni 2019

Cabaret Lune Noire
Bierhübeli Bern

Draussen ist Grillwetter und irgendein «Schutt mätsch» läuft an diesem ersten richtigen Sommertag auch noch. Grillieren kann man noch lange und Fussball wird sowieso überbewertet. Tags darauf konnte man lesen, dass eine – bekleidete – Flitzerin über das Feld rannte, und die war noch das Highlight des Spiels.

Mein Entscheid, auf 22 Männer und einen Ball zu verzichten und dafür eine aussergewöhnliche Ausgabe von Berns einziger Burlesque Show, dem Cabaret Lune Noire, zu geniessen, war also richtig.

 

Als Host war zum ersten Mal Lady Marmalade im Berner Bierhübeli zu sehen und vor allem zu hören. Ganz die Holländerin wusste sie den ganzen Abend viel zu erzählen und animierte immer wieder das ausnahmsweise eher ruhige Publikum. Lady Marmalade ist ein echter Wirbelwind auf der Bühne und im Publikum. Ihr Revier ist die Location und da hatte sie an diesem Samstag sehr viel Platz, da es weniger Tische als sonst hatte.

Lady Marmalade|©stagetime.ch

Künstlerisch war Aurora Nova die Erste, die auf die Bühne kam. Der australische Sonnenschein zeigte einen echten Power Act. Unglaublich, wie beweglich die junge Frau ist und mit welcher Leichtigkeit sie von klassischen Tanzelementen ins «Modern Dance» wechselte. Nach der Pause zeigte sie ihren «Phoenix»-Act. Ihr Kostüm bestehend aus unzähligen orangen und Gelben Tüchern, die sie immer wieder umher wirbelte und schlussendlich ablegte. 

Das Aurora inzwischen auf der ganzen Welt erfolgreich das Publikum begeistert und Preise abräumt, überrascht keine Sekunde. Ihr Ausdruck, die sichtbare Freude am Tanzen, verbunden mit eleganten und kreativen Kostümen machen sie zu einer grossartigen Künstlerin. 

 

Natürlich durfte eine Feuershow nicht fehlen. Miss Cool Cat aus Prag begeisterte mit Feuerschlucken, Feuerspucken und anderen heissen Tricks. 

Nach der Pause zeigte Miss Cool Cat eine klassische Performance. Was zuerst ein sehr grosser Kopfschmuck war, wurde gegen Ende des Acts gekonnt zum Fächer umfunktioniert. Etwas komisch fand ich aber, dass der Lichttechniker der sonst einen super Job gemacht hat, genau beim verstreuen des Glitters das Licht ausmachte. Einem normalen Besucher fallen solche Details sicher weniger auf. Ich verzweifle bei solchen Patzern jeweils fast. 

Nichtsdestotrotz war die Performance von Miss Cool Cat sehr abwechslungsreich und zählte an dem Abend zu den besten. 

Miss Coo Cat|©stagetime.ch

Neben Jolie Papillon gab es auch zwei Männer, die mit zwei fast perfekten Ballet Acts das Publikum begeisterten. Chris Oh! war einmal mehr eine Wucht, hatte aber bei beiden Auftritten einen kleinen Patzer drin beziehungsweise kürzte die Nummer um ein kleines Detail. Normalerweise nimmt er den Stiel der Rose in den Mund bevor er die Blume zu Boden wirft. 

Das ist einmal mehr nur mir aufgefallen. Dennoch ist es immer ein Erlebnis und eine grosse Freude, den Neuseeländer auf der Bühne zu sehen. 

 

Der ander Mann Serge Violland aus Frankreich ist ein aussergewöhnlicher Jongleur und Akrobat. Mit seinem Würfel (Kante 1,5 meter) zeigte er eine einzigartigen Act, der auch beim dritten Mal sehen noch viel Spass macht, weil Serge Kraft, Akrobatik und eine feine Prise Humor unter einen Hut bringt. 

Sein zweiter Auftritt war ein rasanter Jonglage Act wie man es schon sehr oft gesehen hatte und der deshalb mit den anderen Act des Abend nicht so recht mithalten konnte. 

 

Die letzte Ausgabe des Cabaret Lune Noire vor der Sommerpause hat bewiesen, das sechs Künstler/innen von Weltformat, die Freude an der Sache haben, für einen unvergesslichen Abend ausreichen.

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