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1.Titelbild_W.A.S.P._©Stagetime.jpg

30. Juli 2025
W.A.S.P.
Komplex 457 Zürich

Vor zwei Jahren waren W.A.S.P. in Zürich. Sänger Blackie Lawless hatte an dem Abend mit grossen Rückenproblemen zu kämpfen und das Konzert war dementsprechend eine Enttäuschung für alle Anwesenden. In einem Statement nach dem Konzert entschuldigte sich Lawless für diesen Auftritt, erklärte aber, dass er nach den zwei Corona bedingten Verschiebungen seine Fans nicht noch einmal warten lassen. 
So oder so mussten sich die Fans auf ein W.A.S.P. Konzert warten, welches das Eintrittsgeld wert ist.
Die Frage stellt sich also wie fit ist Blackie wirklich? Bevor die Frage beantwortet werden konnte, bekamen die Ostschweizer Glam-Rock-Band Black Diamond die Ehre als Supportact den Fans einzuheizen. 
Diese Aufgabe löste die Band recht gut. Die Songs spielten sie solide runter und leider auch mit angezogener Handbremse. Kein Wunder, wenn man vor seinen Jugendhelden spielen darf. Dennoch ein wenig mehr Enthusiasmus und Freude bei der Sache hätte dem Auftritt gutgetan.

1.Text_Black Diamonds_ ©Stagetime.jpg

Fast wie ein Bandmitglied wird der Mikrofonständer von Blackie behandelt. Es ist wohl das einzige Bühnenrequisit, dass Applaus bekommt. 

Nach einer kurzen aber knackigen Ansage das, dass Crowdsurfen auf Wunsch der Band Verboten ist und wer sich nicht dran halte werde aus dem Komplex 457 begleitet, ging das Licht aus. 

Unter grossem Jubel kamen W.A.S.P. auf die Bühne ganz zum Schluss Blackie. Der erste Eindruck war sehr gut. Er wirkte entspannt und vor allem Fit. Da kam eine Energie, die beim Auftritt vor zwei Jahren komplett fehlte. 
Die Setliste war eine Reise ins Jahr 1984. W.A.S.P. spielten ihr Debütalbum, welches gleich wie die Band heisst. 

W.A.S.P. waren damals bekannt für ihre Extremen Shows. Deshalb wurden Konzerte in Irland abgesagt. In England versuchten Veranstalter, gemäss Wikipedia, die Band dazu zu bewegen, Einverständniserklärungen zu unterschreiben, niemanden zu foltern, keine Ratten loszulassen und kein rohes Fleisch ins Publikum zu werfen.
Von solchen Aktionen sind die Kalifornier in Zürich Meilen weit entfernt. 

Auf den Videowänden sah man Konzertausschnitte was das Zeitreisegefühl noch verstärkte. 
Das Konzert insbesondere Blackie Lawless begeisterte und bewies das er und seine Band noch lange nicht zum alten Eisen gehören, auch wenn die skandalträchtigen Showeinlagen wie das Vergewaltigen einer Nonne und das Schlachten eines unechten Schweins nicht mehr zur Show gehören. Dafür gab es bei den Zugaben unter anderem «Wild Child» vom zweiten Album «The Last Command» (1986) zu hören.
Schlussendlich gingen die Fans versöhnt mit ihren Helden nach Hause.

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