9. Dezember 2017

Extreme

Club X-Tra

Zürich 

Das X-Tra gehörte am Samstag, 9. Dezember, den alt oder besser jung gebliebenen Rock- und Metal-Fans. 

Den Abend eröffneten die Luzerner Hardrock Band Maxxwell. Die Innerschweizer spielten einfachen, unspektakulären Hardrock. Als Support Act aber sicher optimal. Ein paar Besucher waren da zwar lautstark anderer Meinung, aber es trinken auch nicht alle Fans gerne holländischen Gerstensaft der in Luzern gebraut wird. Der Neue Frontmann von Maxxwell, Gilberto Melendez, überzeugte mit einer kräftigen Stimme und einer aktiven Bühnenpräsenz. Auf die Frage, ob Zürich die Partystadt sei, gab es nur zaghaft Antwort. Es war aber eine gekonnte Überleitung zum nächsten Song «Party Kings» 

Das ca. 45 Minuten lange Set nahm mit «Queen of the Night» seinen Abschluss. Die einen freuten sich, die anderen hätten sich über ein zwei Songs mehr wohl gefreut.

Metal ist seit jeher immer wieder mit neuen Sub-Genres ergänzt worden 1985 kam mit der Amerikanischen Band Extreme Funk Metal dazu. Der schnelle, funkige Groove vom Bass und die typischen Gitarren-Parts aus der Hardrock-Ecke ergeben dieses Genre. Sehr gut zu hören bei «Cupid‘s Dead». Doch Funk ist bei weitem nicht der einzige Einfluss, der an diesem Abend zu hören war. Extreme brachten es fertig, jeden Song anders zu gestalten. Einmal ruhiger mit World Music als Einfluss («Am i ever gonna Change»), dann wieder druckvoll und rockig mit «Li’l jack horney». 

Das Publikum lies sich zum grössten Teil auf dieses breite Spektrum der Amerikaner ein, zumindest wurde bis ganz hinten im Saal mitgeklatscht. Sänger Gary Cherone erinnerte mit seinen Bewegung und dem Stolzieren sehr stark an Sir Mick Jagger. 

Extreme verstanden es locker, jeden Song anders zu gestalten, und dennoch hatte das Konzert mit dem ruhigeren Teil einen Durchhänger. Es ist schon widersprüchlich, da zu erwähnen, dass viele auf den grössten Hit der Band, die Ballade «More than Words» warteten. Wenn man den - zugegeben - schönen Song nicht allzu oft gehört hat, konnte man sich auf einen grossen Höhepunkt freuen. Den anderen hing das in die länge gezogene Lied einfach nur zum Hals raus. Bis es aber soweit war, wurde der Hauptteil mit  dem Elvis Presley Cover «Thats Alright (Mama)» aus dem Jahre 1954 und ihrem zweiten grossen Hit «Decadence Dance» abgeschlossen.

Als erste Zugabe stimmte Gitarrist und Gründungsmitglied Nuno Bettencourt «Stairway to Heaven» an, aber nach wenigen gespielten Noten bemerkte er: «oh wrong Song» und machte natlos mit ihrem «More Than Words» weiter.

Der Abschluss dieses musikalisch hochstehenden und abwechslungsreichen Abends machten Extreme mit dem Queen-Klassiker «We Are the Champions». 

Man merkte, dass die Band erst im Sommer in Pratteln (BL) auf der Bühne stand, 

deshalb war das X-Tra leider mehr schlecht als recht gefüllt. Die Amerikaner überzeugten trotzdem grösstenteils mit viel Einsatz und grossem Können.

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