30. September 2017 Eluveitie

Jungendkultur Zentrum 

Galvanik Zug

Im Dauerregen von Zug warteten am vergangenen Samstag  schon eine Menge Leute vor dem Jugend Kulturzentrum Galvanik, bis sich um 20:00 Uhr die Türen öffneten und die Fans ins Trockene konnten. Leider schafften es nicht alle bis zum Beginn des Supportact Abinchova. Die Luzerner Melodic Death Metal Band starteten überpünktlich um 20.30 Uhr, mit einem Intro, das eine Band ankündet, die gerne Bier hat und Sagen aus längst vergangenen Zeiten aus unserem Land erzählen. 

Die fünf Jungs und die zwei Frauen legten gleich mit viel Wucht los. Leider ging die Stimme von Nora im  Gitarren Sound fast unter. Dafür waren die Violinenparts sehr gut zuhören.

Die Songs von Abinchova sind sehr lang, im Schnitt 4-5 Minuten. So erstaunt es nicht, dass das Set aus wenigen Songs bestand. Zum Abschluss spielten sie das 8:25 Minuten lange Stück «Echo». Besonders grossartig an diesem Titel ist das epische Gitarren-Solo. Wow, da wurde einem beinahe schwindlig beim zu hören. 

Die Luzerner kündeten ein neues Album an. Als kleiner Appetithappen spielten sie den Song «Sennenpuppe». Die Sage um die Stroh-Sexpuppe wurde bereits unter dem Titel «Sennentuntschi» verfilmt. 

Das Album «Weltenwanderer» wird Anfang 2018 erscheinen. Ein genaues Relasedatum gibt es aber noch nicht.

Nach rund 40 Minuten, in denen Abinchova einige Fans dazu gewonnen hatten, gab es eine kurze Umbaupause. 

Foto: Christoph Gurtner / Stagetime.ch

Die Galvanik platze nun fast aus allen Nähten. Eluveitie sind ein Garant für ein volles Haus und eine grosse Party. Das Publikum ging vom ersten Ton an gut mit. Bald wurde wild gepogt. 

Sänger und Multiinstrumentalist Christian «Chrigel» Glanzmann und seine acht Musiker/Innen eröffneten mit «Your Gaulish War»vom «Spirit» Album aus dem Jahre 2006. Allgemein setzte sich das Set aus alten Songs zusammen. Natürlich kamen auch die ruhigen, akustischen Titel vom «Evocation II – Pantheon» Album zum Zug. Ein echter Gegensatz zum sonst harten Pagan Metal Sound. Fabienne Erni fesselte mit ihrer tollen Stimme. Die Verschnaufpause tat allen gut bevor es nach «De Ruef vo de Bärge» wieder härter zur Sache ging. 

Eluveitie überzeugten nach dem verpatzten Auftritt am Greenfield wieder wie zu ihren besten Zeiten. Die Drei Neuen, Fabienne Erni (Keltische Harfe, Mandola und weiblicher Gesang), Jonas Wolf (Gitarre) und Alain Ackermann (Drums) haben sich sehr gut in die Band integriert. 

Die Besucher/Innen dankten es mit mehren Circle Pits und fleissigem Mitklatschen. 

Leider ist die Galvanik kein Riesensaal. Deshalb wurde es nicht nur auf der Bühne heiss, sondern auch im Zuschauerbereich. Dies tat der tollen Stimmung jedoch keinen Abbruch. 

Sicher wünschte  der eine oder andere Gast ein wenig mehr Platz und auch bessere Sicht auf die Bühne. Denn wer  nicht ins Gedränge wollte, stand im Abseits und sah nichts oder nur sehr wenig vom Geschehen auf der Bühne. 

Schlussendlich kann man froh sein, dass Eluveitie den Weg nach Zug fanden und eine tolle Show ablieferten, bevor sie auf eine lange Europa und Asien Tour gehen. 

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