6. Mai 2017

Ohh lala Chérie 

Plaza Club 

Zürich

Es war die letzte Ohh lala Chérie Burlesque Revue vor der Sommerpause. 

Das Line up versprach ein bombastisches Finale. Host Reuben Kaye war einmal mehr der souveräne Unterhalter. Für mich sind es immer die Momente, bei denen ich es bereue, dass mein englisch zu schlecht ist, um  alles zu verstehen. Der gebürtige Australier gab wie gewohnt alles und noch ein bisschen mehr, sehr zur Freude des Publikums. 

Eine in Stein gemeisselte Regel gibt es, wenn Reuben Kaye der Chef im Saal ist: Handys verboten! Dass er auch noch Werbung für meine Fotos in der Facebook Gruppe macht, ist neu. Dies hat mich jedoch sehr gefreut.

Bettsie BonBon wurde dann als erste Künstlerin auf der Bühne frenetisch begrüsst. Es war für die Engländerin der zweite Besuch im Plaza. Diesmal kam die sie mit einem grossen Kopfschmuck auf die Bühne. Es war eine klassische Burlesque Nummer ohne viel drum herum. Man könnte es schon fast als Aufwärmen fürs Publikum bezeichnen. 

Ihre zweite Performance war da schon aufwändiger. Im weissen Kleid, das an den kalten russischen Winter erinnerte, betrat sie die Bühne. Das Ganze endete dann mit einer Wodka Dusche. Frech und spritzig, wie man dies von Bettsie BonBon gewohnt ist.

Burlesque ist nicht nur Striptease mit Stil. Es ist auch Varieté auf höchstem Niveau. Diesmal waren gleich zwei tolle Künstler/innen zu sehen. Zum Einen Missa Blue aus London. Die Schwertschlukerin zeigte bei beiden Auftritten eine Energie geladene Show. Dem Publikum stockte jeweils der Athem als sie sich den ca. 30 cm lange Dolch in den Rachen schob. Mir gefallen solche Darbietungen jeweils sehr gut. Zum Einen bringt es Abwechslung in die Show zum Anderen ist es immer wieder spannend zu sehen, mit welcher Präzision da gearbeitet wird. Für mich schlicht grossartig.

Sehr zur Freude aller Damen im Saal und natürlich auch zu Freude von Reuben Kaye kam Sammy Dinneen ebenfalls aus London auf die Bühne. Seine akrobatische Darbietung war ebenfalls sehr beeindruckend. Und sein Muskelgestählter Körper zeigte auch, dass da viel trainiert wurde. Nicht nur im Kraftraum auch die Körperspannung und an Koordination wurde da sicher viel gearbeitet.
Solche Nummern sind immer gut zum Durchatmen, bevor die Damen wieder die Bühne mit ungezähmter Energie in Beschlag nehmen. 

Nach dem Coco Das Vegas aus Strassbourg das Berner Publikum bei der Cabaret Lune Noire verzaubern konnte, war sie auch in Zürich mit dabei und zeigte zwei klassische Nummern. So gut wie ihre Pervormance sein mag, gegenüber den anderen ist sie halt eher nur Mittelmass. So richtig fesseln konnte sie mich diesmal auf jeden Fall nicht. 

Dass man auch mit einer ruhigen und sinnlichen Performance beeindrucken kann, beweist einmal mehr Emma Mylan bei ihrem ersten Auftritt. Kaum mit Bewegung und doch so ausdrucksvoll, dass ist schlicht die hohe Kunst des Burlesque. 

Das die Art Directorin auch gerne mit dem Feuer spielt, zeigte sie dann ganz am Ende der Show, als aller letzten Act. 

Eben auch ganz Varieté ging es da richtig heiss zu, vor allem am Anfang, als aus der unscheinbaren  Flamme am Stab eine riesige Stichflamme kam.
Emma Mylan geht mit ihren brennenden Utensilien mit einer unglaublichen Leichtigkeit um, wirft es in die Höhe und fängt es wieder auf. Die Genferin ist auch nach 7 Jahren immer noch das hohe Maass aller Dinge. Ihr Ideenreichtum reichen ins Unerschöpfliche. Einer von vielen Gründen, dass mir die Ohh lala Chérie Revue so gut gefällt. 

Nach Reuben Kaye’s Gesangseinlage «Call me» von Blondie, war dann endgültig Schluss. 

Nun muss man sich bis Samstag 7. Oktober gedulden, bis es im Plaza Klub wieder OHH Lala Chérie heisst. 

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