Lo & Leduc |©Stagetime.ch-28.jpg

25. Sept + 1. Okt. 2021
Lo & Leduc / Hecht
Unique Moments
Innenhof Landesmuseum Zürich

Es geht gegen Herbst zu und theoretisch ist die Openair Saison vorbei. Aber in Pandemiezeiten ist eben alles etwas anders als sonst. Aus diesem Grund fand das diesjährige Unique Moments Festival im Hof des Schweizer Landesmuseum erst jetzt statt und nicht im Juni wie in den vergangen Jahren. Der guten Stimmung in dieser schönen Location tat dies aber kein Abbruch. 

 

An diesem Samstag erwartete das zahlreich erschienene Publikum das Berner Mundart-Duo Lo & Leduc. Duo? Dies trifft nur bedingt zu, denn neben den beiden Hauptakteuren Lorenz Häberli (Lo) und  Luc Oggier ( Leduc) stand da noch eine Band mit Bläsersektion auf der Bühne Der Begriff Band passt hier sicher genau so gut wie Duo. 

 

Mit ca. 20 Minuten Verspätung (das ist die Zeitverschiebung von Bern nach Zürich) ging es dann endlich los. Das Publikum war am Anfang eher zurückhaltend, taute immer mehr auf. 

Ich verfolgte, wie der Funke während des Konzertes immer mehr aufs Publikum übersprang und die Stimmung immer besser und euphorischer wurde.
Die beiden ehemaligen Geschichts- und Germanistikstudenten unterhielten auch zwischen den Songs sehr gut und sorgten immer wieder für Gelächter im Publikum. 

Nach gut zwei Stunden und einem wahren Hitfeuerwerk ging ein Abend mit vielen «Unique Moments» zu ende.

 

Wer ebenfalls die Magische Stimmung im Hof des Landesmuseum erleben möchte, dem sei die beiden letzten Konzerte des diesjährigen Festival empfohlen. Am 1. und 2 Oktober kommt die Luzerner Band Hecht für zwei schweisstreibende Konzerte nach Zürich. Die Jungs aus Hochdorf haben mit «Prosecco» eine neue Single und viele Überraschungen im Gepäck.

Für den Samstag gibt es Hier noch wenige Tickets (Ticketcorner)
Für Morgen Freitag ist das Konzert Ausverkauft.

Der Satz des Abends beim Konzert von Hecht am Unique Moments Festival: «I ha e Banane becho». Was es sich mit dieser etwas banalen Satz auf sich hat, erkläre ich später.

Es waren perfekte Bedingungen für ein Open Air-Konzert im Innenhof des Landesmuseums Zürich. Der Abend war schon Tage vorher ausverkauft, am Himmel war keine Wolke zu sehen und auf der Bühne wurde mit Hecht eine der besten Livebands der Schweiz erwartet. Die Jungs aus Hochdorf (LU) sind nicht nur bei ihren Texten kreativ, sie wissen auch, was es für eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Show braucht. Sie schaffen aber auch, dass ihre Musik im Vordergrund steht.

Die Bühne war zu Beginn von einem weissen Tuch verdeckt. Natürlich war dies bereits ein erstes Element der Show. Das Schattenspiel war aber schon sehr cool. Das Konzert wurde mit «Bisch Ready» eröffnet und ja, das Publikum war von der ersten Sekunde ready und hatten mehr als nur ein wenig Lust auf Livemusik. Von der ersten Sekunde wurde mitgesungen und die Band gefeiert. 

Auch die Band hatte richtig Bock, wieder auf der Bühne zu stehen und dem kurzen Festivalsommer  die Krone auf zu setzen.
Stefan Buck, Sänger und Songschreiber der Band, liebt es mit dem Publikum zu Interagieren und auch mit umgeschnallter Gitarre ist Stillstehen nicht seine liebste Disziplin. Er ist stets unterwegs und animiert die Fans. Seiner Energie kann sich niemand entziehen, selbst der Mann im Rollstuhl auf dem Podest mit bester Sicht auf das Geschehen, sang zum Teil mit.

Bei Song «Surfer» machte Stefan einen Ausflug ins Publikum. Natürlich mit Surfbrett oder besser mit einem aufblasbaren Stand-up-Paddle-Board, um ein wenig über den Köpfen der Fans zu «surfen». Eine typische Hecht-Aktion, die sowohl dem Publikum als auch Stefan Spass machte.

Hecht brachten es fertig, bei jedem Song irgendetwas Spezielles einzubauen, ohne dass es einem verleiden würde oder zu aufdringlich wirkte.
Ebenfalls ein fester Bestandteil ist die Vorstellung der Band. Der jüngste Hecht, Chris Filter, wird liebevoll Baby Hecht genant. Er hatte an diesem Abend eine leichte Magen/Darm-Verstimmung, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, hinter die Trommeln zu sitzen. Schliesslich ist er auch für die Spezialeffekte verantwortlich und da will man ja auch sehen, ob die Ideen funktionieren. 
Auf die Frage von Stefan, wie es ihm denn gehe, war die Antwort: «I ha e Banane becho». Chris hat meine Hochachtung für diese unübertreffbar trockene Antwort und seinen top Einsatz an den Drums. Das ist für mich ein echter Musiker.
Am Keyboard ist mit Daniel «Gisi» Gisler ebenfalls ein Vollblutmusiker, der immer mehr als 100 % gibt und viel zum Sound von Hecht beiträgt.
Bassist Philipp Morscher war ein Bekannter von Gründungsmitglied und Gitarrist Christoph Schröter. Bei der Suche nach einem Bassist schrieben sie Philipp ein SMS, auf eine Antwort mussten sie von dem zu dieser zeit in Hamburg lebenden Musiker länger warten. Aber es lohnte sich, denn der Mann an den 4 dicken Saiten ist nicht mehr weg zu denken. 
Die beiden Gründer Stefan Buck und Christoph Schröter kennen sich schon seit Kindheit und lieben es zusammen Musik zu machen. 
Hecht ist ein verschworenes Team, dies spürte man an diesem Abend voller Emotionen extrem gut.
Nach ihren Hits «Kawasaki», «Adam und Eva» und «Charlotta, ging ein unbeschwerter Abend zu ende. 
Es war eine grossartige Party der nicht ein Höhepunkt hatte sondern als Highlight in Erinnerung bleibt. Danke Hecht!