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13. April 2018

Imagine Dragons

Hallenstadion 

Zürich

Volles Hallenstadion, ein junges euphorisches Publikum und eine der aktuell besten Live-Bands. Das waren die Zutaten für das Imagine Dragons-Konzert am vergangen Freitag. 

Schon einige Stunden vor der Türöffnung fanden sich die ersten Fans vor dem Zürcher «Wädlitempel» ein. Das Stadion füllte sich ab 18:00 Uhr recht schnell, so das schon der Support Act K-Flay vor einer beachtlichen Kulisse spielen konnte. Mein erster Gedanke als ich die Stimme hörte war: «Das klingt wie Micky Mouse im Stimmbruch». Die monotonen Beats und ihre Stimme waren recht gewöhnungsbedürftig. Die Amerikanerin aus einem Vorort Chicagos wusste aber das Publikum mit viel Einsatz für sich zu gewinnen. Immer wieder spazierte sie über die Bühne und suchte den Kontakt zum vorwiegend weiblichen Publikum. Ihre teils sehr melancholischen Songs handelten von ihrer Familie oder K-Flay widmete sie Ihrem Vater, der starb als Kristine Meredith Flaherty, so ihr bürgerlicher Name, sieben Jahre alt war. 

K- Flay war durchaus ein hörenswerter Support Act. Nach rund 40 Minuten war das feierwütige Volk dann bereit für Imagine Dragons aus der Glitzerstadt Las Vegas. 

Bevor es soweit war wurde man mit klassischer Musik berieselt. Schon recht aussergewöhnlich vor einem Konzert einer Alternative Rockband. Ich empfand es jedoch sehr angenehm. 

Überpünktlich um 21:05 Uhr löschte das Licht und das Intro startete. Auf einmal traten Dan Reynolds (Gesang), D. Wayne Sermon (Gitarre) und Ben McKee (Bass) ins Licht, das von der LED Wand abstrahlte. Schlagzeuger Daniel «Z» Platzman gesellte sich etwas später dazu. 

Mit «I Don’t Know Why» aus ihrem aktuellen Album «Evolve» starteten das Quartett zu einer zweistündigen, energiegeladenen Show, die praktisch keine Wünsche offen gelassen hat. Schon beim ersten Song flogen die Konfetti durch die Halle. Es sollte nur einer von 5 Konfettiregen sein. Immer wieder schossen auch CO2-Rauchsäulen in die Höhe. Dafür rückte die Videoanimation in den Hintergrund. 

 

Dan Reynolds gab sich sehr publikumsnah, ganb immer wieder länger Statements ab und beschwor das Musik, dass Homophobie und Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft hat. Aus dem Publikum bekam er eine Regenbogen-Flagge, die er sich um den Hals hängte. 

Es war nicht nur im Publikum eine heisse Stimmung, auf der Bühne wurde es Dan Reynolds auch sehr warm. So entledigte er sich seines Hemdes und präsentierte seinen durchtrainierten Body. Das Gekreische der weiblichen Fans war die logische Folge. 

Bei «On Top of the World» aus dem Debüt Album «Night Visions» von 2012 rollten überdimensionale Bälle vom Hallendach in das Publikum. Funktioniert wunderbar. Gegen Ende des Stücks verschwand die Band von der Bühne. Es gab einen kurzen Video-Einspieler bis Imagine Dragons ganz weit hinten auf einer B-Stage auftauchten. Dort spielten sie mit «Next to Me», «Bleeding Out» und «I Bet My Life» ein kleines Akustik-Set. Besonders der erste Track war eine tolle Ballade. 

Nach dem kleinen Ausflug auf die andere Seite der Halle machten sich die vier Jungs zurück auf die Hauptbühne. Mit vier Songs folgte der letzte Teil des Konzerts, der mit «Radioactive» endete. So verabschiedeten sich Imagine Dragons beim Schweizer Publikum. 

Imagine Dragons bewiesen das sie eine grosse Liv-Band sind und überzeugten in jeglicher Hinsicht. 

Wer Pech hatte und keines der sehr begehrten Tickets bekam, 

hat am Zürich Open Air (22.- 25. August 2018) die Gelegenheit diese tolle Band zusehen.

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