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1.Titelbild_Absinthique_©Stagetime.ch53.jpg

4. April 2026
ZBF - Competition
Plaza Klub Zürich

Traditionell gab es auch dieses Jahr am Zurich Burlesque Festival eine zweiteilige Competition. 
In der Kategorie Classic Burlesque traten die Münchner Dragqueen Madame Midnight, die Italienerin Odette Chochotte und Absinthique aus Deutschland. 

In der Kategorie Neo-Burlesque waren Roxy Van Plume (UK), Velma Vogue (UK) und die Dragqueen Klimax aus der Schweiz

In der Jury sassen mit Liu Bohème und Kokeshi Momo zwei erfahrene Performer und Producer. Dazu war Olivia, langjährige Mitarbeiterin im Plaza und nach wie vor «Ohh lala Chérie Familienmitglied».

1.Text_Jury_©Stagetime.ch133.jpg

Auf einem roten Sofa räkelte sich Madame Midnight und sang dazu live. Eine grossartige Performance, mit viel Ausdruck und kopfüber zu singen, ist sicher nicht so einfach. Madame Midnight begeisterte das Zürcher Publikum, weil es einfach anders als das erwartete war. 
Reicht das schon für die «Classic Crown»?

Eine komplett andere Performance präsentierte Odette Chochotte. Logischerweise sehr klassisch, und doch war da so eine freche moderne Note dabei. Es war auf jeden Fall eine aussergewöhnliche Performance von der Römerin und ihr Kostüm bot am meisten Überraschungen. Da wurden Kostümteile immer wieder neu in Szene gesetzt. 

Gegen Odette anzutreten, ist wie gegen Marco Odermatt Ski zu fahren, man hat keine Chance, aber die will man nutzen. 
Wenn es jemand reissen kann, dann Absinthique aus Saarbrücken. Die Deutsche hat Power und Ausdruck und steht in ständigem Kontakt zum Publikum. Pluspunkte, die ich im Burlesque als entscheidend werte. Und ja ich hatte natürlich die Fanbrille an und jubelte neben dem fotografieren eifrig mit. 
In der Pause diskutierte ich mit Minouche von Marabou über die drei Acts. Wir fanden, dass uns bei Absinthique durch die Pause von der «Schlusspose» zum Tanz mit den Fechern, der wie eine Zugabe wirkte ungewöhnlich war. Ich habe den Act schon zweimal gesehen, aber so ist mir diese Pause noch nie aufgefallen. Diese Pause gehört aber zum Act und Ungewöhnliches ist nichts Schlechtes, auch wenn ich es an dem Abend als komisch empfand. Mit etwas Distanz sieht es ganz anders aus. 
Der erste Teil der Competition war auf jeden Fall sehr hochstehend und machte viel Spass.

Gewonnen hat am Schluss Marco Odermatt oder eben Odette Chochotte.

 

1.TextCompetition Winner_©Stagetime.ch132.jpg

Mit Roxy Van Plume, Velma Vogue und Klimax ging es nach der Pause in die zweite Competition-Runde. Neo-Burlesque, also die moderne Form dieser sehr vielseitigen Kunst, wurde dem Zürcher Publikum versprochen. 
Klimax stach da als Drag queer, also eine non binäre Person (they/them), verkleidet  als Mann, aus der Runde. 
Wirklich überzeugen konnte mich die Engländerin Velma Vogue. Die Handschrift ihrer grossartigen Lehrerin Auroranova, war unverkennbar. Velma überzeugte mit einigen Bodenakrobatik-Elementen und einer unglaublichen Ausstrahlung. Es machte viel Spass, der Künstlerin zuzuschauen, mit wie viel Energie sie performte. 
Am Schluss entschied sich die Jury für Roxy Van Plume. Sie überzeugte mit viel Tease mit dem Publikum und einer durchweg gelungenen Performance. 

Die Cometition sorgte für spannende Unterhaltung und zeigte, dass da draussen viel Talent wartet. 
An Abwechslung mangelte es auf jeden Fall nicht.

All Pictures © Christoph Gurtner

Ohh! Lala! Cherie! at Plaza Zürich

Art Director: Emma Mylan 

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